Klärung der LebensversicherungJunge Familien folgen nicht selten noch der klassischen Rollenverteilung: Der Mann arbeitet, während die Frau zuhause die Kinder versorgt. Über Jahre hinweg wird so die Familie geführt und die Frau hat nicht die Möglichkeit, eigene kleine Rücklagen zu bilden. Passiert ein Unglücksfall und der Ehemann kommt ums Leben, sieht sich die Frau, sofern die durch das Gehalt des Mannes angesparten Rücklagen nicht groß genug sind, jedoch plötzlich mit finanziellen Problemen konfrontiert. Auch kann es passieren, dass beide Elternteile zu Tode kommen und die Kinder ohne finanzielle Hilfe zurückgelassen werden.

Um hier Abhilfe zu verschaffen, gibt es die Möglichkeit einer Lebensversicherung, welche bei einem Todesfall, aber auch bei Langlebigkeit eines Versicherten, greift und eine wirtschaftliche Absicherung beinhaltet. Unterschieden werden kann hierbei zwischen verschiedenen Formen der Lebensversicherungen, die sich aufteilen in Unterscheidungen nach dem Versicherungsfall, Unterscheidung nach Kapitalbildung, Unterscheidung nach der Bestimmung der Versicherungsleistung, Unterscheidung nach Art der Versicherungsleistung, oder Unterscheidung nach Förderbarkeit durch spezifische staatliche Förderverfahren. Im Folgenden sollen zwei dieser Unterscheidungen exemplarisch dargestellt werden.

Die verschiedenen Versicherungsfälle

Lebensversicherungen lassen sich nach verschiedenen Versicherungsfällen unterscheiden. Hierbei ist wichtig, ob es sich bei einem Versicherungsfall um einen Todesfall, um einen Erlebensfall, um eine Berufsunfähigkeit oder um eine Aussteuer handelt. Handelt es sich um eine Todesfallversicherung, erfolgt die Leistung, beispielsweise bei einer Risiko-Lebensversicherung, beim Todesfall des Versicherten, also zum Beispiel beim Tode der Elternteile. Hier regelt die Versicherung die finanzielle Absicherung der hinterbliebenen Kinder.
Bei der Erlebensfallversicherung wiederum handelt es sich um jene Leistungen, die beim Erleben der Versicherung, als nach Ablauf dieser, erfolgen. So handelt es sich bei der Rentenversicherung um solch eine Erlebensfallversicherung, bei der jede Rentenzahlung genau solch ein Erleben der Versicherung darstellt.
Eine weitere Lebensversicherung ist die Berufsunfähigkeitsversicherung. Diese kommt zum Tragen, falls der Versicherte aufgrund von Krankheit, Unfall oder anderen Bedingungen arbeitsunfähig wird und somit seinen Beruf nicht weiter ausüben kann. Um den Versicherten vor einem finanziellen Ruin zu schützen, sorgt die Berufsunfähigkeitsversicherung für wirtschaftliche Absicherung.
Auch bei der Aussteuer handelt es sich um eine Lebensversicherung, wobei es sich hierbei um eine Versicherung handelt, deren Leistung mit einer Heirat erfolgt. Hier hat ein Versorger, zumeist der Vater, eine Versicherung für den Begünstigten, meist die Tochter, abgeschlossen.

Unterschiede in der Kapitalbildung

Neben der Unterscheidung nach dem Versicherungsfall gibt es bei den Lebensversicherungen außerdem noch beispielsweise eine Unterscheidung nach Kapitalbildung. Hierbei wird unterscheiden zwischen Risikoversicherungen und kapitalbildenden Versicherungen. Bei den Risikoversicherung ist es entscheidend, dass die Einzahlungen, die durch den Versicherten getätigt werden, keiner Kapitalbildung dienen, die vorangetrieben und irgendwann ausgezahlt wird, sondern dass diese Kapitalbildung gar nicht oder wenn nur vorübergehend getätigt wird, und zwar zum Zwecke der Versorgung der Hinterbliebenen im Todesfall des Versicherten.
Bei der kapitalbildenden Lebensversicherung wiederum geht es nicht primär um die Versorgung von Hinterbliebenen, sondern hauptsächlich um Kapitalbildung in Form von Einzahlungen in die Versicherung, von denen ein Teil zu einem späteren Zeitpunkt, bei Beginn der Rentenzeit, wieder ausgezahlt wird. Ebenfalls zur kapitalbildenden Lebensversicherung gehört in diesem Sinne die lebenslängliche Todesfallversicherung, bei der ebenfalls ein Teil der eingezahlten Beträge dem Versicherten zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder ausgezahlt werden.

Quelle des Fotos: Christian Jung – Fotolia

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